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Hetzdorfer Viadukt

Der Hetzdorfer Viadukt wurde In den Jahren 1866 bis 1868 als letzte Brücke der zweigleisigen Hauptbahn Dresden-Chemnitz errichtet. In der bemerkenswert kurzen Bauzeit von knapp zwei Jahren entstand im unteren Flöhatal ein wahres Meisterwerk alter Steinmetz- und Brückenbaukunst. Am 1. März 1869 wurde der Viadukt dem Eisenbahnverkehr übergeben. Seiner Aufgabe wurde er im Verlauf von 123 Jahren bis 1992 gerecht.

Der Hetzdorfer Viadukt gehört zu den bedeutenden Kunstbauten der ersten Jahrzehnte der deutschen Eisenbahngeschichte. Er überspannt mit einer Länge von 328 Metern das Tal der Flöha an jener Stelle, wo diese aus dem Erzgebirge in das Flöhaer Becken eintritt. Der Viadukt war mit einer Höhe von rund 42 Metern die höchste einetagige Eisenbahnbrücke in Deutschland. Er verläuft im ersten Viertel gerade und auf der restlichen Länge mit einem Radius von 572 Metern im Bogen. Die Brücke besteht aus vier großen, sieben mittleren und sechs kleineren Bögen. Als Baumaterial für den Viadukt wurde blaugrauer Gneis, Granit und Pirnaer Sandstein verwendet. Das Volumen des massiven Teils der Brücke beträgt 41.443 Kubikmeter. Zum Antransport der Baustoffe wurde eine über sechs Kilometer lange Förderbahn vom Bahnhof Flöha aus angelegt. Der Bau kostete die für die damalige Zeit beachtliche Summe von 1,65 Millionen Mark.

Durch eine umfassende Baumaßnahme in den Jahren 1987 bis 1992 wurde die über den Hetzdorfer Viadukt führende Bahntrasse durch eine ca. zwei Kilometer lange geradlinige Neubautrasse mit zwei jeweils 344 Meter langen modernen Talbrücken aus Stahlbeton über dem Hetzbach und die Flöha ersetzt. Grund dafür waren zunehmende Verschleißbelastungen des Viadukts. Der Verkehr auf der neuen Trasse wurde am 12. Mai 1992 aufgenommen.

Heute führen einige der schönsten Wanderwege der Region über den Viadukt. In unmittelbarer Nähe findet man die so genannte Hetzdorfer Schweiz mit ihrer „Bastei“ – von dort hat man übrigens einen herrlichen Blick auf den Viadukt.

Ausführlicher Informationen zum Hetzdorfer Viadukt und seiner Umgebung findet man über die folgenden beiden Links zu dem vom Interessenverein Hetzdorfer Viadukt e.V. herausgegebenen Info-Flyer und zur Broschüre, erschienen aus Anlass „150 Jahre Inbetriebnahme des Hetzdorfer Viadukts“.

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