Dr. Hans Weiske vom Interessenverein Hetzdorfer Viadukt e. V. wurde am 19. September von der Sparkassen-Stiftung für Kunst und Kultur mit dem jährlich vergebenen Andreas-Möller-Geschichtspreis für sein herausragendes Engagement zur Erforschung der Industrie- und Ortsgeschichte ausgezeichnet.
Viele Jahre lang hat Dr. Hans Weiske die Geschichte von Falkenau, insbesondere die des Hetzdorfer Viaduktes, erforscht. Das Bauwerk gehört zu den bedeutendsten Kunstbauten der ersten Jahrzehnte der deutschen Eisenbahngeschichte und war mit seiner Höhe von rund 42 Metern die höchste eintägige Eisenbahnbrücke in Deutschland. Nach nur zweijähriger Bauzeit ermöglichte die 1869 in Betrieb genommene Brücke die Bahnverbindung zwischen Freiberg und Flöha. Auch heute ist sie als Wanderweg eine Verbindung in der Region. Dr. Weiske hat seine Recherchen in einer Broschüre und einem Flyer publiziert, informierte in Videos und Vorträgen zu der Geschichte des Bauwerks und gestaltete Veranstaltungen des Interessensvereins stets aktiv mit. Mit der Erforschung der Geschichte des Hetzdorfer Viadukts hat er sich große Verdienste weit über Falkenau hinaus erworben. Die Sparkassenstiftung würdigt seine Arbeit mit dem Andreas-Möller-Geschichtspreis 2025 in der Sparte „historische Forschung und Dokumentation“.
In seiner Laudatio hob der Falkenauer Ortsvorsteher, Martin Müller, das vielfältige Engagement von Dr. Weiske hervor. Neben der Erforschung der Heimatgeschichte des Ortsteils Falkenau und des Hetzdorfer Viadukts, arbeitete er maßgeblich an der Sonderausgabe zur Geschichte der Stadt Flöha zum 625. Stadtjubiläum im Jahr 2024 mit. Auch zahlreiche Artikel des Heimatvereins und des Hetzdorfer Interessensvereins e. V. für das Mitteilungsblatt der Stadt tragen seine Handschrift, so der Ortsvorsteher.
Ein großes Steckenpferd von Dr. Weiske ist die Erforschung der regionalen Eisenbahngeschichte. Hier hat er zum 150. Jubiläum der Erzgebirgsbahn mit Vorträgen und Forschungsbeiträgen, auch zur geplanten Ausstellung der Flöhaer Eisenbahngeschichte im Kunstbahnhof, umfangreiche Beiträge geleistet.
Als unermüdlicher Volontär im Flöhaer Kunstbahnhof trug er nicht unerheblich zum Gelingen der Ausstellung "Verstrickungen" bei. Diese Ausstellung thematisierte die Geschichte der Textilindustrie in der Region mit künstlerischen Mitteln, als städtischen Beitrag des Purple-Path-Pfades zur Kulturhauptstadt 2025.
Der Ortsvorsteher schloss seine Laudatio mit den Worten: „Wir sind stolz auf unser Vereinsmitglied Dr. Hans Weiske, da es heutzutage nur noch sehr wenige so aktive Menschen in unserer Gesellschaft gibt.. Gerade diese Mitstreiter sind die Kleinode des Ehrenamtes und sollten unbedingt einmal den 1. Platz auf dem Podest erhalten.“
Oberbürgermeister Volker Holuscha gratulierte Dr. Hans Weiske nach seiner Auszeichnung durch den Sparkassendirektor Prof. Hans-Ferdinand Schramm und dem Landrat Sven Krüger in der Freiberger Nikolaikirche herzlich und bedankte sich im Namen der Stadt Flöha für sein großes ehrenamtliches Engagement.
Quelle: Stiftung der Sparkasse Mittelsachen
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